KI-Integration in der Medienbranche: ein Treffen mit Bayerns Führungskräften (Teil 1)
KI-Konsolidierung in Sicht?
Künstliche Intelligenz ist längst in der operativen Realität von Medienunternehmen angekommen. Von der automatisierten Contentproduktion bis zur Datenanalyse verändern KI-Technologien etablierte Geschäftsprozesse und eröffnen neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig entstehen spezifische Herausforderungen, die strategische Entscheidungen auf Führungsebene erfordern.
Beim Event “Medien.Zukunft.Bayern” anlässlich des Starts vom KI-Kompetenzzentrum Medien im Juni, bringt die Medien.Bayern in Kooperation mit ihrer Initiative MedienNetzwerk Bayern Geschäftsführer:innen und Entscheidungsträger:innen der Medienbranche zusammen, um über ihre praktischen Erfahrungen mit KI-Implementierungen zu sprechen.
Die Austausch u.a. mit Markus Knall, (Chefredakteur Ippen.Media), Till Coenen (Geschäftsführer Radio Arabella Studiobetriebsges. mbH und Radio Charivari OHG), Verena Oberauer (Geschäftsführerin, Leitung Digitale Medien u. Stellenmärkte – Medienfachverlag Oberauer), Gregor Schmalzried (Host und Teamlead: „Der KI-Podcast“ (ARD)) zeigte konkrete Herausforderungen auf: von der Skalierung von KI-Infrastrukturen über die Qualitätssicherung bei automatisierter Contentproduktion bis hin zu Fragen der Personalentwicklung und Mitarbeiterabhängigkeit von KI-Tools.
Zentral für alle ist dabei die Balance zwischen der Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen und den Anforderungen einer nachhaltigen Unternehmens Implementierung zu finden.
Wir schauen auf die Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis. Durch Verweise auf Publikationen und Veranstaltungen der Medien.Bayern, ihrer 8 Initiativen sowie dem neuen KI-Kompetenzzentrum Medien bietet der Beitrag Lösungsansätze für die strategische KI-Integration im operativen Alltag.
Medien.Bayern trifft: Till Coenen – Seine Herausforderung: wie kann KI Medienhäuser klug unterstützen?

»Die Herausforderungen sind sehr vielseitig- in der Redaktion Arbeitsprozesse zu überprüfen und zu beschleunigen. Dinge KI-gestützt abwickeln, die in der Vergangenheit aufwändig händisch gemacht werden mussten – Beispiel: Transkribieren von Interviews, Zusammenfassen von Interviews und das Herausziehen von wesentlichen Informationen aus dem Interview.«
Wir, bei der Medien.Bayern schauen uns die Herausforderungen in der Medienbranche genau an und versuchen mit verschiedenen Angeboten Lösungsansätze und Wissen zu vermitteln.
Das Thema: operative Abläufe mit KI zu vereinfachen war eines unserer ersten großen Fachgebiete, zu dem unsere verschiedenen Initiativen mit Panels, Podcasts und Blogartikeln auf Interviewbasis wertvolle Erkenntnisse einholten.
Einen Auszug findet ihr hier:
In der Podcast-Reihe „Hype Institut“ vom Media Lab Bayern widmet sich unser Host Christian Simon Chefredakteurin Lena Jakat zu.
Zum Thema „KI im Medienhaus: Was wirklich funktioniert„, berichtet die stellvertretende Chefredakteurin von der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom wirtschaftlichen Druck auf klassische Medienhäuser. Wie man diesem konstruktiv begegnen und dafür auch die KI nutzen kann, dafür hat sie einige gute Beispiele parat. Ihre Erkenntnis unter anderem:
KI funktioniert am besten bei strukturierten, datengetriebenen Aufgaben und in Kombination mit organisatorischen Veränderungen – weniger bei kreativen oder interpretierenden journalistischen Tätigkeiten.
Schon mal was vom KI-Sparring gehört?
Im Blogartikel „KI-Sparring: Mit KI Zielgruppen erkennen und Inhalte besser zuschneiden“ von unserem neu gegründeten KI-Kompetenzzentrum Medien, werden konkrete Beispiele für den produktiven Austausch mit der KI genannt.
Warum nicht mal Zielgruppen-Personas entwickeln und ihre Bedürfnisse über einen Prompt- Dialog besser verstehen lernen. Daraus lassen sich durchaus passende Angebote entwickeln, die natürlich in die eigene redaktionelle Stimme übersetzt werden müssen. Bestehende Texte auf Zielgruppenstimmigkeit überprüfen oder für die Multichannel-Kommunikation anpassen? Auch hier kann die KI bereits gute Impulse geben.
Beim KI-Camp neue Inspiration holen
Im Bericht vom ersten „KI-Camp“ dieses Jahr, liefert das MedienNetzwerk Bayern die perfekte Mischung aus aktuellen Problemstellungen und HandsOn-Lösungen.
Praktische Anwendungen, neue Projekte, Trends und Fragen, die es für ein Fair-Play im Ökosystem zu klären gilt, standen im Mittelpunkt des ersten KI-Camps im MedienNetzwerk Bayern Thinktank. Hier geht´s zum Beitrag „Wo uns KI klug unterstützen kann„.
Zentrale Erkenntnis: KI zeigt in spezialisierten Anwendungen (Filmproduktion, RAG-Systeme, Redaktionstools) bereits konkrete Mehrwerte, während grundsätzliche Fragen zu Arbeitsplätzen, Urheberrecht und gesellschaftlichen Auswirkungen noch ungeklärt sind.


