Strategien der Filmbranche: Impulse vom Filmfest München 2026
Zwei Nächte, die unterschiedlicher nicht sein können. Die eine von 100 Filmemacher:innen in der Ukraine dokumentarisch aufgenommen (Olya Chernyks beeindruckenden Dokumentation: The illusion of a quiet night) – die andere eingefangen in der Kölner Kneipenszene (Der Film “ Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag„, von Regisseur Christoph Otto). Beide vereint das, was filmisches Erzählen ausmacht: Perspektiven schaffen, Emotionen leben und Empathie fördern.
Mit 130 Filmen aus 56 Ländern und 45 Weltpremieren zeigte das 43. Filmfest München (26.6. – 5.7.26) Vielfalt und Innovationskraft des internationalen Kinos. 95.000 Besuche haben sich bei hochsommerlichen Temperaturen in die gekühlten Kino- und Filmhochschulsäle begeben. Sie zeigen: die Faszination Film und das zum Teil aufreibende Business dahinter sind robuster denn je. Bei über 140 weiteren Veranstaltungen und Empfängen vernetzte sich die Branche zudem und adressierte deutlich ihre Herausforderungen.

5 zukunftsweisende Strategien für die Filmbranche
Die Film- und Serienlandschaft befindet sich in einer radikalen Transformationsphase. Zwischen dem medienpolitischen Tauziehen um neue Förderrichtlinien, sinkenden Budgets der TV-Sender und dem veränderten Konsumverhalten des Publikums, suchen Produktionsfirmen nach tragfähigen Geschäftsmodellen. Die Industry Panels und die Creators Conference auf dem diesjährigen Filmfest München haben klargemacht: Das Vertrauen auf alte Erfolgsrezepte reicht nicht mehr aus. In Zeiten von Polykrisen und KI muss sich die Branche wirtschaftlich wie kreativ teilweise neu aufstellen.
Aus einigen Debatten des Festivals haben wir für euch fünf zentrale Strategieansätze abgeleitet, die zeigen, wie Produzent:innen, Autor:innen und Dienstleister die Zukunft des Filmemachen so gestalten können, dass sie auf den unterschiedlichen Entwicklungsebenen durchaus einen Nutzen ziehen können.

1. Storytelling: Gesellschaftliche Relevanz ausbauen & Erzählstrukturen dekonstruieren
In Zeiten politischer und gesellschaftlicher Polarisierung gewinnt die Frage nach der sozialen Verantwortung des Kinos zunehmend an Bedeutung. Das vom Netzwerk Film & Demokratie veranstaltete Panel „Democracy on Screen – How Film Can Strengthen Europe’s Democracies“ zeigte eindringlich, dass Filme als empathischer Resonanzraum für die Verteidigung demokratischer Werte unverzichtbar sind.
Wie dieser Anspruch konkret in der Stoffentwicklung umgesetzt werden kann, wurde auf dem VEDRA (Verband für Film- und Fernsehdramaturgie) -Panel „Rückwärts in die Zukunft des Erzählens – Stoffentwicklung in unsicheren Zeiten“ sowie der Diskussion zur „Dekonstruktion der Held:innereise“ debattiert.
- Aufbrechen von Klischees durch vielschichtige Narrative: Statt auf rein eskapistische, von Algorithmen diktierte Einheitsware zu setzen, forderten die Kreativen mehr Mut zu neuen, ungewöhnlichen Erzählstrukturen. Diese können, so denkt Samira El Ouassil (Autorin und Publizistin), auch nachweislich weniger anfällig für populistische oder propagandistische Vereinnahmungen sein, da sie die Vielschichtigkeit einer Gruppe abbilden, anstatt eines simplen, schwarz-weißen Stereotyps zu folgen.
- Perspektivenvielfalt statt Einheitsbrei: Reale Figuren müssen mit widersprüchlichen Eigenschaften gezeichnet werden. Schauspieler Ulrich Matthes, der im dystopischen Vor-Kriegsdrama von Nicholas Ehret „Morgen war Krieg“ mitspielt, betonte, dass sowohl Dokumentar- als auch Fiktionalfilme dazu dienen müssen, den Blickwinkel des jeweils anderen einzunehmen. Er plädierte auch für mehr mutige Komödien zu politisch populistischen Bewegungen im Geiste von „The Great Dictator“.
- Die menschliche Antwort auf den KI-Bias: Drehbuchautorin Dorothee Schön äußerte die Sorge, dass der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Stoffentwicklung Stereotype eher verschlimmert. Da KI vor allem mit klassisch geprägten Heldenreise-Modellen gefüttert wird, reproduziert sie letztlich nur Mittelmäßigkeit und Vorurteile. Das beste Heilmittel dagegen bleibt die tiefe, persönliche Recherche des Autors, der Autorin und der direkte Austausch mit Menschen vor Ort.
4 Filme, die vom Erleben erzählen
Dass zeitgenössische, gesellschaftlich relevante Stoffe auch unterhaltsam und für ein breiteres Publikum sein können, bewiesen vier vom Verband für Film- und Fernsehdramaturgie (VEDRA) präsentierte Formate:
Mimi und ich (WDR/ARD): Das von Elke Rössler geschriebene Sozialdrama, das auf der autobiografischen Literarturvorlage von Iris Sayram basiert, bricht mit dem klassischen „Grau-in-Grau“-Klischee von Armut. Die humorvolle und episodische Erzählweise der im Rotlichtmilieu tätigen Mutter (Annette Fier) und ihrer Tochter mit Universitätsambitionen zieht das Publikum direkt hinein.
Wake Up (ZDF): Die packende Near-Future-Dramaserie der U5 Filmproduktion, die über eine Laufzeit von sieben Jahren und durch zwei Writers Rooms hinweg das Thema Identität und Bewusstseinstransfer, sowie ethische Konflikte in der modernen Medizin für ein jüngeres, weibliches Streaming-Publikum aufbereitet hat.
Selling Sex (ARD): Ein rein weibliches Team um Regisseurin Marie Christin König, die selbst zehn Jahre als Escort gearbeitet hat, liefert eine klischeefreie, von Camp und Glamour getragene Serie über Sexarbeit und Klassismus.
Neues Land (ZDF/UFA Mitte): Ursprünglich als Miniserie geplant und strategisch zum Spielfilm gewandelt, beleuchtet das Projekt den Struktur- und Familienwandel in ostdeutschen Braunkohlegebieten und die existenzielle Frage nach dem Verlust der eigenen Identität.
Unsere Expertin Bewegtbild-Auszeichnungen
Marie-Charlotte Praetorius leitet das Projekt Blauer Panther bei der Medien.Bayern GmbH. Als Expertin für Bewegtbild-Auszeichnungen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Kooperationen, Einreichungen und Partnerschaften rund um den renommierten Medienpreis. Sie unterstützt die Branche dabei, innovative TV- und Streaming-Formate auf die große Bühne zu bringen und strategisch sichtbar zu machen.
2. Marketing als eigene Storyline und „Vertical Drama“ nutzen
Dass Filmmarketing nicht eine nachgelagerte Pflichtaufgabe kurz vor dem Kinostart sein darf, sondern bereits als integraler Bestandteil der Produktion mitgedacht werden muss, veranschaulicht Joanna Solecka von der Digital-Marketing-Agentur Alphapanda.
In ihrer mitreißenden Keynote „Marketing Strategies against all odds – from underdogs to the Oscars“ legte sie die neuen Spielregeln der Aufmerksamkeitsökonomie dar.
- Social-Media-Execution am Set: Erfolgreiche Kampagnen werden geplant, noch bevor die erste Klappe fällt. Marketing-Assets für Social Media, Print und Web müssen zwingend während der Dreharbeiten geshootet werden, solange das gesamte Team und die Schauspieler vor Ort sind.
- Auslösen von Emotionen in 60 Sekunden: Die digitale Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer liegt bei maximal einer Minute. In dieser Zeit müssen über soziale Plattformen echte Emotionen transportiert werden („How to move people‘s hearts“). Ein Best Practice war Soleckas Kampagne zu „The Last Viking“ und İlker Çatak´s „Yellow Letters“. Bei letzterem wurden Influencer gezielt involviert, um organischen Hype in ihren Communities zu erzeugen.
- Das Potenzial von Micro-Dramas: Während Plattformen wie Quibi in der Vergangenheit scheiterten, erleben ultrakurze Hochkant-Formate (Vertical Dramas) in Asien und Lateinamerika derzeit einen gewaltigen Boom. Produzent:innen wie Claudia Blümhuber (Silver Reel) nutzen diesen Trend strategisch: Anstatt nur klassische Trailer zu schalten, werden aus dem Hauptmaterial kleinere, eigenständige „Spin-off-Filmchen“ fürs Marketing extrahiert. Sogar dramaturgische Kniffe wie der „Flash Forward“ in den ersten fünf Minuten eines Films lehnen sich inzwischen an die Dynamik von Vertikal-Videos an, um das Publikum sofort zu fesseln.
Unsere Expertin Bewegtbild-Vernetzung
Katharina Baer ist Senior Partner & Program Manager Video, TV und Streaming beim MedienNetzwerk Bayern und behält die Entwicklungen des Bewegtbildmarktes fest im Blick. Ihre Expertise fließt vor allem in die Konzeption und Kuration innovativer Netzwerkformate und Fachveranstaltungen, die die Branche zu Zukunftsthemen strategisch zusammenbringen. Ihr besonderes Augenmerk liegt aktuell auf dem Trendthema Vertical Future.
3. Community-Building und „Audience Co-Creation“ in der Stoffentwicklung und Vermarktung
Das Zeitalter des rein passiven Publikums geht dem Ende entgegen. Im Panel „Den kreativen Prozess umschreiben? – Das Zeitalter des Publikumsfeedbacks“ (organisiert vom Creative Europe Desk München) diskutierten die Branchen-Größen Claudia Blümhuber (Regisseurin und Produzentin) und Maria Cervera (Head of Content bei Cattleya Producciones, ex. Paramount Internat. TV Studios, ex. Netflix International) über eine Demokratisierung des Stoffentwicklungsprozesses.
Während in den USA der Markt von wenigen großen „Buyern“ dominiert wird, bietet der europäische Markt durch seine vielsprachigen Koproduktionsstrukturen theoretisch deutlich mehr kreative Nischen. Da jedoch auch hier die wirtschaftliche Risikobereitschaft der Sender spürbar gesunken ist, rückt die Fanbase ins Zentrum der Entwicklung.
- IP-Kreation (Intellectual Property) aus der Creator Economy: Erfolgreiche Stoffe entstehen immer häufiger direkt in Web-Communities (wie das virale Phänomen „Backrooms“). Diese bringen eine eingebaute Zuschauerschaft mit, was Sendern und Investoren die existenzielle Unsicherheit bei der Projektfreigabe nimmt.
- Partizipation statt Berieselung: Die Grenzen zwischen Marketing und Content-Creation verschwimmen. Über gezieltes Online-Feedback und Audience-Co-Creation-Modelle, bindet man das Publikum emotional an den Stoff, noch bevor die Postproduktion abgeschlossen ist. Produzent Alexander Ferwer verwies darauf, dass auch die öffentlich-rechtlichen Mediatheken derzeit noch gezielt nach solchen mutigen Nischen- und Community-Themen suchen – Stoffe, die sich vor zehn Jahren im Gebühren finanzierten Fernsehen eher in der Nachtschiene versteckt haben.

4. Wettbewerbe gezielt als Karriere-Katalysator einsetzen
Gerade für den filmischen Nachwuchs und originäre Drehbuchautorinnen und -autoren ist der Einstieg in den Markt extrem hart geworden. Eine vom Drehbuch-Megatreff e.V. vorgestellte Absolvent:innen-Statistik zeichnete ein ernüchterndes Bild: Ein Drittel aller Drehbuch-Filmhochschul-Absolvent:innen verdienen im ersten Jahr nach dem Abschluss weniger als 5.000 Euro; im zweiten Jahr liegt ein weiteres Drittel bei unter 10.000 Euro brutto jährlich.
Das Panel „A Flying Start – How Competitions Launch Careers“ zeigte auf, dass die strategische Nutzung von den rund 12 Einreichungswettbewerben (wie dem RTL Storyteller Award oder dem ARD Impulspreis) sowie nationalen Förderprogrammen ein entscheidendes Sprungbrett für Sichtbarkeit ist.
Die Learnings aus dem Panel für den Nachwuchs:
- Fokus auf das „Sample“: Das wichtigste Werkzeug für Newcomer ist ein starkes, lesbares Arbeitssample – idealerweise ein kompakter Serienpilot oder eine einzelne Episode, kein sperriger 90-Minüter.
- Die eigene Nische besetzen: Autor:innen sollten klar kommunizieren, worin ihre Stärke liegt (z. B. „Comedy & Romance“) und sich auf Branchenplattformen wie Crew United, LinkedIn oder IMDb entsprechend positionieren.
- Netzwerken statt kaltes Pitchen: Bei Industry-Treffen entscheidet letztlich die persönliche Chemie. Es gilt, Kontakte kontinuierlich zu pflegen und Vertrauen durch Beständigkeit aufzubauen, anstatt Entscheidungsträger sofort mit unaufgeforderten Pitches zu überfallen.
Unsere Expertin Fachkräftesicherung & Future Skills
Insa Wiese ist Senior Partner- und Projektmanagerin bei Start Into Media. Sie ist euer Kontakt zum Thema Fachkräftesicherung in der Bewegtbildbranche. Spezialisiert ist Insa in der Formatentwicklung von Netzwerk- und Wissensveranstaltungen aufgrund ihres Gespüres für die Branche. Schwerpunkte sind das Thema Future Skills, Transformation des Arbeitsmarktes und Zukunftsfähigkeit der Bewegtbildbranche. Des weiteren ist sie Ansprechpartnerin für Zuschüsse in der Aus- und Weiterbildung.
Passende Veranstaltung
5. Internationale Filmkoproduktionen als wirtschaftlichen Faktor sichern
Ein dominierendes Thema hinter den Kulissen des Filmfests war die Diskussion um die geplante Investitionsverpflichtung für Streamer und Sender und die Sorgen wegen – inzwischen im Haushaltsentwurf bestätigter – Kürzungen bei der gerade erst erhöhten Filmförderung des Bundes.
Bei einem hochkarätig besetzten Panel zum geplanten Investitionsverpflichtungsgesetz, das von der Kanzlei Fieldfisher veranstaltet wurde, zeigte sich, wie weit die Interessen von Streamern und Produzenten noch auseinanderlegen. Jan-Ole Püschel vom BKM, Inga Moser von Filseck von Amazon und Johannes Kagerer von der Produktionsallianz diskutierten sehr lebhaft über die möglichen Auswirkungen dieses Gesetzesvorhabens der Bundesregierung. Ein Thema, das vermutlich noch die Panels des Filmfests im kommenden Jahr beschäftigen dürfte.
Auf dem Panel von Producers of Germany (PROG) wurden die verschiedenen Positionen deutlich: Dr. Frank Castenholz vom BKM (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) betonte den Charakter der reinen Wirtschaftsstandortförderung, bei der der Bund vor allem internationale Leuchtturm-Großprojekte an Standorte wie Babelsberg oder Penzberg locken möchte.
Demgegenüber stehen Produktionsfirmen, Dienstleister und Verbände, die die Auftragssicherheit in den heimischen Gewerken garantieren wollen. Achim Rohnke (VTFF) warnte vor einer akuten Insolvenzwelle im Bereich Rental, VFX und Postproduktion und fordert niedrigere Einstiegsschwellen, um auch Teilwerke internationaler Produktionen nach Deutschland holen zu können.
In diesem Kontext kam ein zentraler medienpolitischer Konflikt zur Sprache: die mögliche Anhebung der Mindestbeteiligung deutscher Produktionsfirmen an internationalen Koproduktionen im Rahmen von Förderprogrammen und Koproduktionsabkommen.
Die Bedenken vieler deutscher Produzentinnen und Produzenten sind vor diesem Hintergrund gut nachvollziehbar: Sie speisen sich aus einem mathematischen wie strukturellen Dilemma. Während aktuelle Reformüberlegungen zur Filmförderung – insbesondere bei der Anreizförderung und steuerähnlichen Zulagen – vor allem auf industrielle Skalierung und große, international wettbewerbsfähige Projekte zielen, geraten kleinere, international koproduzierte Arthouse-Produktionen zunehmend an den Rand des Systems. Das Kernproblem liegt in den verschärften Einstiegsschwellen für den sogenannten „German Spend“. Zwar wirken Förderquoten von rund 30 Prozent auf im Inland getätigte Ausgaben auf den ersten Blick attraktiv, doch für minoritäre Koproduktionen, bei denen der deutsche Partner nur einen kleineren Finanzierungsanteil hält, werden starre Euro-Mindestgrenzen schnell zur existenziellen Hürde. Wenn der deutsche Anteil in der Finanzierungsstruktur mindestens im unteren zweistelligen Prozentbereich liegen soll und gleichzeitig ein absoluter Mindest-German-Spend im hohen sechsstelligen Bereich im Inland gefordert wird, bleiben viele kleinere Weltkino-Projekte rechnerisch außen vor.
Für deutsche Independent-Produzenten bedeutet das in der Praxis, dass kulturell wertvolle Kooperationen mit andere Filmländern unter diesen Bedingungen kaum noch darstellbar sind. Was als Instrument zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit gedacht ist, könnte so die kreative Vielfalt ausbremsen und kleineren Netzwerke den Weg ins Weltkino erschweren – und damit genau jene Qualitäten des deutschen Filmstandorts schwächen, mit denen er sich bislang im internationalen Festival- und Arthouse-Kontext profiliert hat.

Die Folgen für den deutschen Filmstandort
Wenn minoritäre Koproduktionen wegbrechen, hat das unschöne Konsequenzen:
- Verlust von internationalem Prestige: Große, preisgekrönte Arthouse-Filme oder internationale Blockbuster, bei denen deutsche Firmen als Co-Produzenten gelistet sind (und die später auf Festivals wie Cannes oder Venedig glänzen), sind so kaum noch realisierbar.
- Kein Zugang zu ausländischen Märkten: Koproduktionen sind für deutsche Produzenten ein „Türöffner“, um im Ausland Fuß zu fassen, Rechte zu sichern und internationale Kontakte zu knüpfen.
- Weniger Arbeit für heimische Talente: Wenn diese Filme nicht mehr mit Deutschland koproduziert werden, sinkt die Chance, dass deutsche Schauspieler besetzt werden oder deutsche VFX-Studios und Postproduktionsfirmen Aufträge aus diesen Projekten erhalten.
Zwischen Leidenschaft und Marktschwankungen
Die Industry Impressionen vom Filmfest München 2026 zeigten uns: Die deutsche Filmbranche gibt sich kämpferisch und überzeugend. Die erfolgreichste Haltung für Produktionsfirmen bleibt am Ende die unbedingte Leidenschaft für den eigenen Stoff. Wer intensiv recherchiert, digitale Marketing-Tools von Beginn an mitdenkt und sein Publikum ernst nimmt, kann auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Auftraggeber mitreißen und international erfolgreich sein. Nun liegt es an der Politik, mit einer harmonisierten, augenmaßbasierten Förderreform dafür zu sorgen, dass den deutschen Talenten genügend Luft zum Atmen bleibt.
Autorin: Madeleine Gewargis
Fotos: Madeleine Gewargis


